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Kiosk-Sortiment optimieren: mehr Umsatz pro Regalmeter

8 Min. Lesezeit

Wie Kioske mit gleicher Fläche mehr verdienen: Analyse, Platzierung und ein pragmatisches Vorgehen zur Sortimentsbereinigung.

Der Engpass heisst Fläche, nicht Nachfrage

Ein durchschnittlicher Kiosk verfügt über sehr begrenzten Regalplatz und muss darauf Tabak, Nikotinalternativen, Getränke, Süsswaren, Snacks und Non-Food unterbringen. Jeder Zentimeter, der an einen Langsamdreher geht, fehlt dem Bestseller.

Die zentrale Kennzahl ist deshalb nicht der Umsatz pro Artikel, sondern der Deckungsbeitrag pro Regalmeter und Monat. Erst diese Sicht macht sichtbar, welche Artikel ihren Platz wirklich verdienen.

Sortimentsanalyse in drei Schritten

Erstens: Verkaufszahlen der letzten drei bis sechs Monate je Artikel exportieren und nach Deckungsbeitrag sortieren. Zweitens: das unterste Viertel markieren. Drittens: prüfen, welche dieser Artikel eine strategische Funktion haben – etwa eine Marke, die Kundschaft in den Laden bringt.

Alles, was weder Ertrag noch Frequenz bringt, wird ausgelistet. Erfahrungsgemäss lassen sich so zehn bis zwanzig Prozent der Artikel entfernen, ohne dass der Umsatz leidet – der freigewordene Platz geht an nachgefragte Kategorien.

Platzierung: Sichtzone, Griffzone, Impulszone

Produkte in Augenhöhe verkaufen sich deutlich besser als Ware auf der untersten Ablage. Reservieren Sie die Sichtzone konsequent für Ihre ertragsstärksten Artikel, nicht für die Ware, die der Lieferant gerade bewirbt.

Die Kassenzone ist die wertvollste Fläche im Laden. Sie gehört kleinen, häufig gekauften Impulsartikeln mit guter Spanne – abhängig von den am Standort geltenden Vorschriften zur Präsentation von Nikotinprodukten.

Halten Sie Kategorien optisch geschlossen. Eine klare Blockbildung reduziert Suchzeit, erhöht wahrgenommene Auswahl und beschleunigt die Bedienung an der Theke.

Nebensortiment als Ertragsstütze

Tabak und Nikotinprodukte bringen Frequenz, aber häufig eine regulierte und begrenzte Marge. Der Ertrag entsteht im Zusatzverkauf: Getränke, Snacks, Zubehör, Batterien, Ladekabel, Feuerzeuge, Papers.

Ein durchdachtes Kioskbedarf-Sortiment hebt den durchschnittlichen Bon spürbar, weil viele Kundinnen und Kunden ohnehin täglich vorbeikommen. Genau hier liegt der grösste ungenutzte Hebel vieler Standorte.

Bestellrhythmus und Kapitalbindung

Häufigere, kleinere Bestellungen senken die Kapitalbindung und das Risiko von Ladenhütern – vorausgesetzt, der Lieferant liefert verlässlich und ohne hohe Mindestbestellwerte.

Führen Sie für die zwanzig wichtigsten Artikel einen definierten Mindestbestand. Diese Liste zu pflegen dauert wenige Minuten pro Woche und verhindert die teuersten Fehlmengen.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ein Kiosk sein Sortiment überprüfen?
Mindestens zweimal jährlich vollständig, plus eine kurze monatliche Kontrolle der Top- und Flop-Artikel.
Welche Kennzahl ist am wichtigsten?
Der Deckungsbeitrag pro Regalmeter und Monat. Er zeigt, ob ein Artikel seinen Platz wirtschaftlich rechtfertigt.
Wie viel Platz sollte das Nebensortiment einnehmen?
Das hängt vom Standort ab. Als Orientierung gilt: genügend Fläche, damit Zusatzverkäufe möglich sind, ohne die frequenzbringenden Kernkategorien zu verdrängen.

Fragen zu Sortiment oder Belieferung?

Als Schweizer Importeur und Grosshändler beliefern wir Kioske, Detailhändler und Wiederverkäufer mit Tabak-, Tabakersatz- und Next Generation Products.

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